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Leserecho: Pedalritter in Gefahr

Zu: „Bald mehr
radelnde Senatoren“ (WK, 27. Februar)


Sicher ist es für Herz/ Kreislauf, für den Geldbeutel und für die Umwelt gut, regelmäßig Fahrrad zu fahren.
Wenn Bausenator Matthäus es gern möchte, dass in Rostock das Fahrrad vermehrt genutzt wird, so reicht es nicht, Fahrräder zur Verfügung zu stellen, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Radfahrer unbeschadet vorgeschriebene Wege benutzen können.
Amtsleiter Tiburtius und Senator Matthäus sollten mit gutem Beispiel vorangehen und jeden Tag, bei Wind und Wetter, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, auch im Winter. Seit mehr als zwei Monaten sind die Radwege/ Schutzwege mit Schnee zugeschaufelt, Radler müssen auf der Straße fahren, auch auf Südring, Nobelstraße, Hamburger Straße und anderen Straßen. Kann Matthäus mit gutem Gewissen Schlafen gehen, wenn auf Grund dieser Verhältnisse ein Radfahrer totgefahren wird?
Die Verkehrsführung und der Zustand sehr vieler Radwege sind eine Zumutung und nur für abgebrühte Radfahrer empfehlenswert. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn Fahrradfahrer zu Schaden kommen? Krankenkassen sollten die Bemühungen des ADFC für bessere Radwege unterstützen, so können sie Kosten für die Versorgung von Unfallpatienten sparen.
Warum mussten 7.000 Euro für die Befragung von 3.500 Mitarbeitern an ein Beratungsunternehmen ausgegeben werden, das hätte kostenneutral geschehen müssen – Rostock hat doch nie Geld! Jedes Privatunternehmen hätte anders gehandelt, aber bei Steuergeldern wird anscheindend nicht so genau hingeschaut.
Gabriele Köpke, Rostock

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